Phytopathogene Viren sind weit verbreitet und schwächen die Vitalität von Gehölzen erheblich, wodurch sie zum Absterben infizierter Bäume beitragen. Ihre Bekämpfung bzw. die Züchtung widerstandsfähiger Baumarten ist daher ebenso wichtig wie bei pilzlichen oder bakteriellen Erregern. Besonders in sensiblen Beständen wie Samenplantagen oder Klonarchiven stellen sie eine große Gefahr dar, zumal sie sich über verschiedene Wege, etwa durch Vektoren, Pollen oder Samen, verbreiten können.
Im Projekt werden bedeutende Laubgehölze wie Rotbuche, Stiel-Eiche, Spitz-Ahorn und Flatter-Ulme auf Virusinfektionen untersucht. Dazu werden Symptome erfasst und bekannte sowie neue Viren mit molekularen und serologischen Methoden identifiziert. Die Ergebnisse tragen dazu bei, den phytosanitären Zustand der Bestände zu bewerten und die genetische Vielfalt sowie gesunde Waldbestände langfristig zu sichern.
