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Gesamtziel

Langjährige Studien zeigen, dass Gehölze einem hohen Infektionsdruck durch verschiedene virale Pathogene ausgesetzt sind, der durch den Klimawandel weiter zunimmt. Viren können über verschiedene Wege, etwa Pollen und Samen, übertragen werden und stellen insbesondere in sensiblen Beständen wie Samenplantagen oder Klonarchiven eine ernsthafte Gefahr dar.


Das Projekt zielt darauf ab, den Anteil virusinfizierter Baumbestände von Ahorn (Acer), Stiel-Eiche (Quercus robur), Rotbuche (Fagus sylvatica) und Flatter-Ulme (Ulmus laevis)  zu erfassen und aktuelle Daten zum Virusspektrum zu gewinnen. Dabei stehen neben wirtschaftlich bedeutenden Arten auch weniger verbreitete, aber zukunftsrelevante Baumarten im Fokus.


Zur Untersuchung werden Bäume auf Symptome geprüft und Proben mittels serologischer und molekularer Methoden analysiert, um bekannte und neue Viren zu identifizieren. Gleichzeitig wird eine Klonsammlung durch Pfropfung sowie In-vitro-Kulturen aufgebaut, um Viren und Wirtspflanzen für weitere Forschungszwecke zu sichern.

Bezug zum Förderprogramm Nachhaltige Erneuerbare Ressourcen

Im Förderprogramm „Nachhaltige Erneuerbare Ressourcen“ werden Forschungsvorhaben unterstützt, die auf eine nachhaltige Nutzung von Rohstoffen – insbesondere Holz – abzielen. Dabei spielen der Erhalt pflanzengenetischer Ressourcen und züchterische Maßnahmen eine zentrale Rolle für die Entwicklung geeigneter Baumarten.


Forstliche Versuchsflächen und Bestände sind zunehmend durch virale Pathogene gefährdet, die die Vitalität der Bäume beeinträchtigen können. Das Projekt geht davon aus, dass Virusinfektionen weit verbreitet sind und somit eine ernsthafte Bedrohung für Genressourcen, Saatgut und die Holzproduktion darstellen.


Ziel ist es, belastbare Daten zu Auftreten und Verbreitung von Viren in wichtigen Baumarten zu erheben. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für großflächige Virusscreenings dienen und durch gezielten Wissenstransfer in die Forstpraxis zur langfristigen Sicherung der Wertschöpfungskette Holz beitragen.

Wissenschaftliche & technische Ziele

Das Projekt erweitert bestehende Daten zu Virusinfektionen bei Spitz-Ahorn, Rotbuche, Eiche und Flatter-Ulme durch systematische Stichproben in ostdeutschen Beständen. Ziel ist es, das Vorkommen und die Verbreitung der Viren umfassend zu erfassen und zu dokumentieren.


Zur langfristigen Nutzung werden virusinfizierte Klone durch Pfropfung sowie In-vitro-Kulturen aufgebaut. Diese ermöglichen Untersuchungen zu physiologischen Effekten, Resistenz und Infektionsverhalten.

Der Virusnachweis und die genetische Charakterisierung erfolgen mit molekularen und serologischen Methoden, einschließlich der Identifikation neuer Viren. Ergänzend wird ein Schulungskonzept für die Forstpraxis entwickelt, um die Erkennung von Virusinfektionen im Bestand zu verbessern.